BYOD: Private Geräte sicher mit MobiVisor MDM verwalten
Bring Your Own Device (BYOD) bezeichnet die Nutzung persönlicher Geräte für berufliche Zwecke. Mitarbeitende verwenden dabei beispielsweise ihr eigenes Smartphone oder Tablet, um auf Unternehmensdaten und geschäftliche Anwendungen zuzugreifen.
Letztes Update: 28 September 2026 | Autor: Saskia Riechers
BYOD kann Unternehmen dabei helfen, Kosten zu reduzieren und Mitarbeitenden die Arbeit mit ihren vertrauten Geräten zu ermöglichen. Gleichzeitig entstehen besondere Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und Geräteverwaltung.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie BYOD funktioniert, welche Vorteile und Risiken das Modell mit sich bringt, welche Anforderungen eine BYOD-Richtlinie erfüllen sollte und wie sich persönliche Geräte mit einer MDM-Lösung wie MobiVisor sicher verwalten lassen.
Wie funktioniert BYOD?
BYOD kann sowohl auf Android- als auch auf Apple-Geräten umgesetzt werden. Die technische Umsetzung unterscheidet sich jedoch je nach Betriebssystem. Bei Android wird für private Geräte typischerweise ein Arbeitsprofil eingerichtet. Unternehmens-Apps und -Daten werden darin vom privaten Bereich des Gerätes getrennt. Bei Apple-Geräten wird für BYOD die Benutzerregistrierung (User Enrollment) eingesetzt. Auch hier werden geschäftliche Daten und Einstellungen von persönlichen Daten getrennt.
Wie richte ich BYOD auf Android-Geräten ein?
Für die Einrichtung eines Android-Gerätes als BYOD-Gerät sind typischerweise folgende Schritte erforderlich:
- Die Benutzerin bzw. der Benutzer wird in der MDM-Umgebung des Unternehmens angelegt.
- Die MDM- bzw. Geräteverwaltungs-App wird aus dem Google Play Store heruntergeladen.
- Die Benutzerin bzw. der Benutzer meldet sich mit den vom IT-Administrator bereitgestellten Zugangsdaten bzw. einem Registrierungscode an.
- Anschließend wird das Arbeitsprofil auf dem Gerät eingerichtet.
- Das MDM verwaltet anschließend die geschäftlichen Apps, Daten und Richtlinien innerhalb des Arbeitsprofils.
Android sieht für private Geräte mit Arbeitsprofil ausdrücklich eine Trennung zwischen geschäftlichen und persönlichen Apps und Daten vor. Die Organisation verwaltet dabei grundsätzlich das Arbeitsprofil, während der private Bereich geschützt bleibt.
Wie richte ich BYOD auf iPhone und iPad ein?
Auch auf Apple-Geräten können persönliche Geräte für die berufliche Nutzung registriert werden. Dafür steht die Benutzerregistrierung (User Enrollment) zur Verfügung, die speziell für BYOD-Szenarien entwickelt wurde.
Der konkrete Registrierungsprozess hängt von der eingesetzten MDM-Lösung ab. Typischerweise läuft dieser so ab:
- Wird die Benutzerin bzw. der Benutzer in der MDM-Umgebung angelegt,
- Installiert die Benutzerin bzw. der Benutzer die erforderliche App,
- Lädt das Registrierungs- bzw. Konfigurationsprofil herunter,
- Bestätigt die erforderlichen Berechtigungen und
- Schließt die Registrierung des Gerätes beim MDM ab.
Bei der Apple-Benutzerregistrierung ist die Verwaltung auf geschäftliche Accounts, Einstellungen und Daten beschränkt. Persönliche Accounts und persönliche Daten werden nicht durch die MDM-Verwaltung kontrolliert. Mehr dazu finden Sie hier: BYOD bei Android Geräten / BYOD bei Apple Geräten
Welche Funktionen bietet ein MDM bei BYOD?
Ein MDM-System ermöglicht es Unternehmen, geschäftlich genutzte Bereiche persönlicher Geräte zu verwalten und Unternehmensdaten zu schützen. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt dabei vom Betriebssystem, der Registrierungsart und der eingesetzten MDM-Lösung ab.
- Datentrennung durch Arbeitsprofile und verwaltete Apps:
Bei Android werden geschäftliche Apps und Daten in einem separaten Arbeitsprofil verwaltet. Auf dem Gerät sind geschäftliche Apps entsprechend gekennzeichnet. Die IT-Abteilung kann das Arbeitsprofil verwalten, ohne auf den privaten Bereich des Gerätes zugreifen zu können. Bei Apple wird die Trennung über die jeweilige Registrierung und verwaltete Apps umgesetzt. Die Benutzerregistrierung ist speziell für persönliche Geräte konzipiert und trennt geschäftliche von persönlichen Daten. - Selektives Löschen von Unternehmensdaten:
Bei BYOD sollte das Unternehmen Unternehmensdaten entfernen können, ohne persönliche Daten des Mitarbeitenden zu löschen. Bei Android kann das Arbeitsprofil beispielsweise aus der Ferne gelöscht werden. Bei Apple können verwaltete Daten und Apps bei einer entsprechenden Deregistrierung entfernt werden, ohne persönliche Daten zu löschen. - Verwaltung geschäftlicher Apps:
Über ein MDM können Unternehmen geschäftliche Apps bereitstellen und verwalten. Bei Android können Apps innerhalb des Arbeitsprofils verteilt und verwaltet werden. Bei Apple können verwaltete Apps ebenfalls über den Geräteverwaltungsdienst bereitgestellt und bei einer Deregistrierung entfernt werden. Sicherheitsrichtlinien für den geschäftlichen Bereich:
MDM-Lösungen können Sicherheitsrichtlinien für den verwalteten Bereich durchsetzen. Dazu gehören beispielsweise Anforderungen an Passcodes, die Verwaltung von Apps sowie Einschränkungen beim Austausch von Daten zwischen geschäftlichem und privatem Bereich. Android ermöglicht unter anderem die Kontrolle bestimmter Datenflüsse zwischen Arbeits- und Privatprofil, beispielsweise für Kopieren und Einfügen oder bestimmte Freigabevorgänge.Netzwerk- und Zugriffskontrolle:
Um Unternehmensdaten zu schützen, sollten Unternehmen klare Vorgaben für Netzwerkverbindungen und den Zugriff auf Unternehmensressourcen definieren. Je nach MDM- und Betriebssystemfunktionen können beispielsweise VPN-Verbindungen oder weitere Sicherheitsmechanismen eingesetzt werden. Dabei sollte nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass eine bestimmte Verbindungsart, z.B. mobile Daten oder WLAN, grundsätzlich sicher ist. Entscheidend ist vielmehr, wie die Verbindung technisch abgesichert und welche Unternehmensressourcen darüber erreichbar sind.Compliance-Überwachung:
Ein MDM kann bestimmte technische Informationen eines Gerätes erfassen und zur Bewertung der Compliance verwenden. Dazu können beispielsweise Informationen über das Betriebssystem, den Registrierungsstatus oder verwaltete Apps gehören.
Auf dieser Grundlage kann das Unternehmen überprüfen, ob die Geräte die festgelegten Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Welche Vorteile bietet BYOD für Unternehmen?
BYOD kann sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeitende Vorteile bieten.
- Kosten für Unternehmensgeräte reduzieren:
Ein wesentlicher Vorteil von BYOD besteht darin, dass Unternehmen nicht für jeden Mitarbeitenden ein zusätzliches Smartphone oder Tablet anschaffen müssen. Dadurch können sich Anschaffungs- und Verwaltungskosten reduzieren. Die tatsächliche Kostenersparnis hängt jedoch davon ab, ob das Unternehmen beispielsweise Zuschüsse, Mobilfunkkosten oder andere Aufwendungen übernimmt. - Mitarbeitende schneller onboarden:
Wenn Mitarbeitende ihr eigenes Gerät bereits kennen und nutzen, kann der Einstieg in die mobile Arbeitsumgebung erleichtert werden. Nach der erfolgreichen MDM-Registrierung können geschäftliche Anwendungen und Daten entsprechend der Unternehmensrichtlinien bereitgestellt werden. - Vertraute Geräte im Arbeitsalltag nutzen:
Mitarbeitende müssen sich nicht zusätzlich mit einem zweiten Smartphone oder Tablet auseinandersetzen. Gerade für Mitarbeitende im Außendienst oder Vertrieb kann das praktisch sein.
Die Herausforderungen von BYOD
Den Vorteilen stehen allerdings einige Herausforderungen gegenüber:
- Wie wird das persönliche Gerät zuverlässig verwaltet?
- Wie werden Unternehmensdaten vor unbefugtem Zugriff geschützt?
- Wie wird die Einhaltung der BYOD-Richtlinie überprüft?
- Was passiert bei Verlust, Diebstahl oder Ausscheiden eines Mitarbeitenden?
- Wie lassen sich geschäftliche und private Daten zuverlässig voneinander trennen?
Eine klare BYOD-Strategie und eine technisch passende MDM-Lösung sind deshalb wichtige Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz.
Welche Nachteile und Risiken hat BYOD?
BYOD betrifft nicht nur die IT-Abteilung. Die Nutzung privater Geräte für berufliche Zwecke kann auch Auswirkungen auf Datenschutz, Arbeitsorganisation und Kostenverteilung haben. Berechtigte Bedenken hinsichtlich der Einführung von BYOD können sind beispielsweise:
Erhöhter psychischer Druck und ständige Erreichbarkeit:
Die Nutzung des eigenen Smartphones für berufliche Zwecke kann bei Mitarbeitenden den Eindruck verstärken, jederzeit erreichbar sein zu müssen. Klare Regelungen zu Arbeitszeiten und Erreichbarkeiten können dabei helfen, die Grenzen zwischen beruflicher und privater Nutzung festzulegen. Auch technische Maßnahmen können unterstützen, beispielsweise indem berufliche Anwendungen außerhalb definierter Arbeitszeiten eingeschränkt werden.
Datenschutz, Überwachung und Kontrolle:
Bei der Nutzung eines privaten Gerätes kann die Sorge entstehen, dass das Unternehmen auf persönliche Daten zugreifen oder die private Nutzung überwachen kann. Bei geeigneten BYOD-Registrierungsmethoden ist die Verwaltung jedoch auf den geschäftlichen Bereich beschränkt. Bei Android-Arbeitsprofilen hat die Organisation beispielsweise keinen Zugriff auf das persönliche Profil. Auch Apples Benutzerregistrierung für BYOD beschränkt die Verwaltung auf geschäftliche Accounts, Einstellungen und Daten. Unternehmen sollten diese technischen Grenzen transparent kommunizieren und Mitarbeitende darüber informieren, welche Daten durch das MDM verarbeitet bzw. verwaltet werden können.
Kostenerstattung und Haftungsfragen:
Wenn Mitarbeitende ihre privaten Geräte regelmäßig für die Arbeit verwenden, sollten Unternehmen transparent regeln, welche Kosten übernommen oder bezuschusst werden. Auch der Umgang mit beschädigten, verlorenen oder nicht mehr funktionsfähigen Geräten sollte Bestandteil der BYOD-Richtlinie sein. Die konkreten arbeits- und haftungsrechtlichen Regelungen sollten dabei individuell geprüft werden.
Ausschluss von Mitarbeitenden:
Eine obligatorische BYOD-Regelung kann problematisch sein, wenn Mitarbeitende kein geeignetes eigenes Gerät besitzen oder ihr privates Gerät nicht für berufliche Zwecke einsetzen möchten. Unternehmen sollten deshalb prüfen, ob alternative Arbeitsmittel bereitgestellt werden müssen oder sollten, um eine faire und praktikable Lösung für alle Mitarbeitenden zu gewährleisten.
Eingeschränkte Verwaltung persönlicher Geräte:
Ein weiterer Nachteil von BYOD besteht darin, dass Unternehmen persönliche Geräte nicht in demselben Umfang verwalten können wie unternehmenseigene Geräte. Bei Android-BYOD mit Arbeitsprofil und bei Apples Benutzerregistrierung sind viele Verwaltungsfunktionen bewusst auf den geschäftlichen Bereich beschränkt. Das schützt die Privatsphäre der Mitarbeitenden, reduziert gleichzeitig aber die Möglichkeiten der IT-Abteilung, geräteweite Sicherheitsvorgaben durchzusetzen.
BYOD-Sicherheitsrichtlinien: So schützen Sie Unternehmensdaten vor Cyberangriffen
BYOD erfordert nicht nur eine technische Lösung, sondern auch klare Regeln für die Nutzung der Geräte. Ohne eine verbindliche BYOD-Richtlinie besteht beispielsweise das Risiko, dass Mitarbeitende geschäftliche und private Anwendungen vermischen oder Unternehmensdaten über nicht freigegebene Dienste verarbeiten.
Deshalb sollte eine BYOD-Richtlinie unter anderem regeln:
- welche Apps für geschäftliche Zwecke verwendet werden dürfen,
- wie Unternehmensdaten gespeichert und übertragen werden dürfen,
- welche Sicherheitsanforderungen für private Geräte gelten,
- wie Daten zwischen geschäftlichem und privatem Bereich übertragen werden dürfen,
- welche Maßnahmen bei Verlust oder Diebstahl eines Gerätes greifen und
- wie Unternehmensdaten beim Offboarding entfernt werden.
Eine klare Trennung zwischen privater und beruflicher Nutzung reduziert dabei das Risiko, dass Unternehmensdaten unbeabsichtigt in private Anwendungen oder Cloud-Dienste gelangen.
Welche Sicherheitsrisiken entstehen bei BYOD?
- Größere Angriffsfläche: Die Trennung von geschäftlichen und privaten Daten schützt Unternehmensdaten, beseitigt aber nicht sämtliche Sicherheitsrisiken des Gerätes. Schwachstellen im Betriebssystem, Phishing, kompromittierte Apps oder unsichere Verbindungen können weiterhin ein Risiko darstellen.
- Riskantes Nutzerverhalten und Malware: Auch auf privaten Geräten können unsichere Passwörter, Downloads aus unbekannten Quellen oder die Nutzung nicht vertrauenswürdiger Anwendungen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Unternehmen sollten Mitarbeitende deshalb regelmäßig für den sicheren Umgang mit mobilen Geräten sensibilisieren.
- Schatten-IT und nicht freigegebene Cloud-Dienste: Ohne klare Vorgaben können Mitarbeitende für geschäftliche Aufgaben private Cloud-Speicher oder nicht freigegebene Messaging- und SaaS-Anwendungen verwenden. Dadurch können Unternehmensdaten außerhalb der kontrollierten IT-Umgebung verarbeitet werden.
- Verstöße gegen regulatorische Vorgaben: Eine unzureichende Absicherung und Verwaltung mobiler Geräte kann zu Datenschutz- und Compliance-Risiken führen. Unternehmen müssen ihre BYOD-Prozesse daher an den für sie geltenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen ausrichten. Für personenbezogene Daten verlangt die DSGVO unter anderem geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, die ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau gewährleisten.
So erstellen Sie eine sichere BYOD-Richtlinie
Eine gute BYOD-Richtlinie sollte technische, organisatorische und rechtliche Anforderungen miteinander verbinden. Welche Vorgaben erforderlich sind, hängt dabei vom Risikoprofil und den individuellen Anforderungen des Unternehmens ab. Folgende Punkte sollten typischerweise berücksichtigt werden:
- Erlaubte Nutzung und geschäftliche Apps:
Definieren Sie, welche Geräte, Apps und Dienste für berufliche Zwecke zugelassen sind und welche Nutzung nicht erlaubt ist. Dazu gehören beispielsweise Vorgaben für geschäftliche Apps, Cloud-Dienste und die Verbindung zu Unternehmensressourcen. - Technische Mindestanforderungen für BYOD-Geräte:
Legen Sie fest, welche technischen Voraussetzungen ein privates Gerät erfüllen muss, bevor es auf Unternehmensressourcen zugreifen darf. Dazu können Mindestversionen des Betriebssystems, aktuelle Sicherheitsupdates, eine geeignete Sicherheitskonfiguration und weitere technische Anforderungen gehören. - Authentifizierung und Sicherheitsstandards:
Definieren Sie Anforderungen an die Authentifizierung und Gerätesicherheit. Dazu können beispielsweise geeignete Passcode-Anforderungen, biometrische Authentifizierung auf unterstützten Geräten und – für Unternehmensdienste – Multi-Faktor-Authentifizierung gehören. Auch die Datensicherung sollte geregelt werden. Dabei sollte allerdings klar zwischen einer allgemeinen Backup-Strategie und den Funktionen einer MDM-Lösung unterschieden werden. - Privatsphäre und Berechtigungen:
Legen Sie transparent fest, welche Daten und Funktionen die Unternehmens-IT verwalten darf und welche Bereiche privat bleiben. Die Richtlinie sollte außerdem erläutern, welche Software eingesetzt wird, welche Informationen durch das MDM verarbeitet werden und welche Verwaltungsmaßnahmen im geschäftlichen Bereich möglich sind. - Kostenübernahme und Kostenerstattung:
Regeln Sie, ob und in welchem Umfang das Unternehmen Kosten für Mobilfunk- oder Internetverbindungen übernimmt und ob Zuschüsse für die Anschaffung oder Nutzung privater Geräte vorgesehen sind. - Einschränkungen beim IT-Support:
Definieren Sie, welche Supportleistungen die IT-Abteilung für private Geräte erbringt und wo die Verantwortung der Mitarbeitenden beginnt. - Onboarding und Offboarding:
Beschreiben Sie die Standardprozesse für die Registrierung und Deregistrierung von Geräten. Beim Offboarding sollte insbesondere geregelt sein, wie Zugriffsrechte entzogen und Unternehmensdaten aus dem verwalteten Bereich entfernt werden, ohne persönliche Daten zu löschen.
BYOD sicher umsetzen: Best Practices für IT-Teams
Neben einer klaren BYOD-Richtlinie sollten Unternehmen weitere Sicherheitsmaßnahmen etablieren:
Prinzip der minimalen Rechtevergabe (Least Privilege)
Mitarbeitende sollten nur auf die Informationen und Systeme zugreifen können, die sie für ihre Arbeit tatsächlich benötigen. Das Prinzip der minimalen Rechtevergabe kann dabei mit einem Zero-Trust-Ansatz kombiniert werden. Lösungen für Privileged Access Management (PAM) können insbesondere bei privilegierten Konten und Zugriffsrechten unterstützen.
Geräte und Zugriffsrechte regelmäßig überprüfen
Unternehmen sollten einen aktuellen Überblick über registrierte Geräte, Benutzer und Zugriffsrechte behalten. Regelmäßige Überprüfungen helfen dabei, nicht mehr benötigte Zugänge, veraltete Geräte oder Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien frühzeitig zu erkennen.
Einen Incident-Response-Plan für BYOD erstellen
Eine vollständige Vermeidung aller Sicherheitsvorfälle ist nicht realistisch. Deshalb sollte die BYOD-Richtlinie auch festlegen, wie das Unternehmen im Fall eines Sicherheitsvorfalls reagiert. Dazu können beispielsweise die Sperrung von Zugängen, der Entzug von Berechtigungen oder die selektive Löschung von Unternehmensdaten gehören. Ergänzend können Lösungen wie Endpoint Detection and Response (EDR) oder Managed Detection and Response (MDR) eingesetzt werden. Ein umfassendes Datensicherungskonzept hilft zudem dabei, kritische Daten nach einem Vorfall wiederherzustellen.
BYOD mit MobiVisor MDM sicher verwalten
MobiVisor MDM unterstützt Unternehmen bei der Verwaltung mobiler Geräte, die auf Unternehmensdaten zugreifen. Für BYOD-Szenarien ermöglicht die Lösung die Verwaltung des geschäftlich genutzten Bereichs und unterstützt die Trennung von geschäftlichen und privaten Daten. Die konkreten Funktionen und der Umfang der Verwaltung unterscheiden sich je nach Betriebssystem und eingesetzter Registrierungsmethode.
BYOD mit MobiVisor auf Android:
Auf Android-Geräten wird bei BYOD typischerweise ein Arbeitsprofil eingerichtet. Geschäftliche Apps und Daten werden innerhalb dieses Arbeitsprofils verwaltet, während persönliche Apps und Daten im privaten Bereich verbleiben.
MobiVisor kann die geschäftlich genutzten Apps und Richtlinien innerhalb des verwalteten Bereichs steuern.
BYOD mit MobiVisor auf iPhone und iPad:
Auf iOS- und iPadOS-Geräten wird BYOD über eine geeignete Benutzer- bzw. Geräteregistrierung umgesetzt. Dabei werden geschäftliche Apps und Daten von persönlichen Daten getrennt. Welche Einstellungen und Verwaltungsfunktionen zur Verfügung stehen, hängt von der verwendeten Apple-Registrierung und den unterstützten MDM-Funktionen ab.
Fazit: BYOD sicher und strukturiert umsetzen
BYOD kann Unternehmen dabei unterstützen, Kosten zu reduzieren und Mitarbeitenden eine flexible Arbeitsweise mit vertrauten Geräten zu ermöglichen. Gleichzeitig entstehen besondere Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit, Geräteverwaltung und Arbeitsorganisation.
Eine erfolgreiche BYOD-Strategie braucht deshalb mehr als nur eine technische Lösung. Unternehmen sollten klare Richtlinien definieren, Mitarbeitende über die Regeln und technischen Möglichkeiten informieren und die geschäftlichen Daten durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen schützen.
Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Android und iOS, da beide Plattformen unterschiedliche Möglichkeiten zur Datentrennung und Geräteverwaltung bieten.
Mit einer klaren BYOD-Richtlinie und einer passenden MDM-Lösung können Unternehmen die Vorteile persönlicher Geräte nutzen und gleichzeitig die damit verbundenen Sicherheits- und Datenschutzrisiken reduzieren.
Sie möchten BYOD in Ihrem Unternehmen sicher umsetzen? Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Beratungstermin mit unseren Experten.
FAQ
Was bedeutet BYOD?
BYOD steht für Bring Your Own Device und bezeichnet die Nutzung persönlicher Geräte für berufliche Zwecke. Mitarbeitende verwenden dabei beispielsweise ihr eigenes Smartphone oder Tablet, um auf Unternehmensdaten und geschäftliche Anwendungen zuzugreifen.
Was ist eine BYOD-Richtlinie?
Eine BYOD-Richtlinie legt fest, unter welchen Bedingungen Mitarbeitende ihre privaten Geräte für berufliche Zwecke verwenden dürfen. Sie regelt unter anderem zugelassene Geräte und Apps, Sicherheitsanforderungen, Datenschutz, Kostenübernahme, Support sowie On- und Offboarding.
Ist ein MDM für BYOD erforderlich?
BYOD kann grundsätzlich auch ohne MDM genutzt werden. Für Unternehmen, die den Zugriff auf Unternehmensdaten kontrollieren, Sicherheitsrichtlinien durchsetzen und geschäftliche Daten vom privaten Bereich trennen möchten, bietet eine MDM-Lösung jedoch wichtige Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionen.
Wie schützt BYOD die Privatsphäre der Mitarbeitenden?
Geeignete BYOD-Registrierungsmethoden trennen geschäftliche und private Daten. Bei Android-Arbeitsprofilen verwaltet das Unternehmen grundsätzlich das Arbeitsprofil und nicht den privaten Bereich. Bei Apples Benutzerregistrierung für BYOD ist die Verwaltung ebenfalls auf geschäftliche Accounts, Einstellungen und Daten beschränkt.
Wie werden Unternehmensdaten beim Offboarding entfernt?
Bei einem Offboarding können verwaltete Unternehmensdaten und der geschäftliche Bereich eines BYOD-Gerätes entfernt bzw. die Registrierung aufgehoben werden. Bei Android kann beispielsweise das Arbeitsprofil gelöscht werden. Bei Apple werden bei der Deregistrierung verwaltete Daten und Apps entsprechend der verwendeten Registrierung entfernt, während persönliche Daten erhalten bleiben.
Wie unterstützt eine BYOD-Richtlinie die DSGVO-Compliance?
Eine BYOD-Richtlinie kann dabei helfen, technische und organisatorische Maßnahmen für den Schutz personenbezogener Daten festzulegen. Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt unter anderem vom Risiko und der Art der verarbeiteten Daten ab. Die DSGVO verlangt ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau und nennt unter anderem Verschlüsselung, Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen.
Saskia Riechers
Marketing & Customer Care Manager, IOTIQ
Saskia Riechers ist seit 2021 bei IOTIQ tätig und verantwortet als Head of Marketing die Marketingaktivitäten des Unternehmens. Neben der strategischen und operativen Marketingarbeit erstellt sie Tutorials und Inhalte rund um das MobiVisor-Produkt. Durch den direkten Austausch mit Kund unterstützt sie außerdem dabei, MobiVisor optimal im Arbeitsalltag einzusetzen und Lösungen für individuelle Anforderungen zu finden.
Marketing
Mobile device management
Customer Success