Android oder iOS: Welches System passt zu Ihrem Unternehmen?

Ob Android- oder Apple-Geräte im Unternehmen besser zu den Anforderungen und Ansprüchen Ihres Unternehmens passen, ist nicht nur eine Frage des Budgets. In diesem Blogartikel erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile von Android und Apple (iOS und iPadOS) sowie über die unterschiedlichen MDM-Funktionen für Android- und Apple-Geräte.

Letztes Update: 07 September 2026  |  Autor: Saskia Riechers

Android oder iOS im Unternehmen: Muss ich mich entscheiden?

Im Privaten haben Nutzer*innen oft eine Präferenz, mit welchen Geräten sie am liebsten arbeiten. Für die einen ist dies Apple und sie fiebern dem neuesten Apple-Release entgegen, andere sind ausgesprochene Android-Liebhaber und präferieren z. B. die praktischen Google-Pixel-Funktionen.

Im Arbeitskontext dürfen wir uns jedoch selten aussuchen, mit welchen Geräten wir arbeiten wollen. Um dennoch die Mitarbeitendenzufriedenheit sicherzustellen, sollten Unternehmen die Auswahl der Unternehmensgeräte daher gut bedenken, damit diese zur Arbeit und den Aufgaben der Angestellten passen.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Datenschutzfunktionen der mobilen Geräte. Denn abhängig vom Betriebssystem – teilweise sogar vom Gerätetyp – lassen sich nicht alle MDM-Funktionen für Android und iOS gleichermaßen umsetzen.

Zusätzlich gilt es zu überlegen, ob grundsätzlich alle Angestellten dieselben mobilen Geräte erhalten oder ob es eine gemischte Geräteflotte geben soll, bei der unterschiedliche Angestellte unterschiedliche Geräte erhalten. Oft werden Geräte auch innerhalb eines Teams, zum Beispiel bei Schichtwechsel in der Pflege, weitergegeben. Damit dies problemlos möglich ist, muss das Gerät gewisse technische Voraussetzungen erfüllen.

Diese Faktoren müssen Unternehmen, in Absprache mit ihren IT-Admins bedenken, wenn sie eine neue Geräteflotte aufbauen oder eine alte nach und nach austauschen und diese jeweils mit einem MDM verbinden wollen.

Android vs. iOS: Vorteile und Nachteile im Unternehmen

Welches System besser für ein Unternehmen geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Betriebssysteme haben Vor- und Nachteile, die je nach Unternehmensvoraussetzungen mal stärker und mal schwächer ins Gewicht fallen.
Grundsätzlich beziehen sich die Stärken und Schwächen einzelner Gerätetypen und Betriebssysteme immer auf deren Beziehung zu MDM-Funktionen. Außerdem ist zu beachten, dass es gerade bei Android-Geräten eine riesige Auswahl an verschiedenen Geräteanbietern gibt, deren Betriebssysteme sich teils extrem unterscheiden. Dies wird zum Beispiel auffällig, wenn man ein Xiaomi mit einem Samsung vergleicht. Daher sind gerade die Aussagen zu Android sehr generalisiert und treffen möglicherweise nicht auf alle Gerätetypen zu.

Das Android-Ökosystem

Android ist das häufigste Betriebssystem für mobile Geräte, welches eng mit Google verzahnt ist. Es besitzt eine Open-Source-Struktur, weshalb es gern von Hardwareherstellern verwendet wird, da diese das Betriebssystem (OS) auf ihre Geräte abstimmen können.
Das führt jedoch auch dazu, dass, wie oben beschrieben, die Geräte unterschiedlicher Hersteller sehr verschieden in Funktionsumfang, Bedienung und Kompatibilität mit einem MDM sein können.
Zusätzlich ist zu beachten, dass chinesische Hersteller wie Huawei nicht immer mit Google kooperieren und ihre eigene Version des „Google-Universums“ nutzen.

Welche Vorteile bieten Android-Geräte im Unternehmen?

  • Große Vielfalt an Modellen:
    Von hochpreisigen Rugged Devices über Samsung, Google Pixel oder günstige Xiaomi-Geräte findet sich bei Android etwas für jedes Budget. Auch die meisten Handheld-Devices wie etwa Scanner in der Logistik oder kleine POS-Tablets werden mit Android betrieben. Dadurch können auch Unternehmen mit einem geringen Budget ihre Mitarbeitenden professionell ausstatten.

  • Fortgeschrittene Hardware und Security-Levels:
    Durch die große Konkurrenz sind die Android-Anbieter dazu angehalten, regelmäßig neue Entwicklungen auf den Markt zu bringen, die tatsächlich eine Verbesserung – und somit einen Kaufanreiz – darstellen. Um für Unternehmen interessant zu sein, bieten sie außerdem beispielsweise besonders stabile Hardware und erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa das Samsung-Knox-Enrollment.

  • Unternehmen als Zielgruppe:
    Mit Android Enterprise hat Android schon lange erkannt, dass der größte Markt für mobile Geräte die Unternehmen sind. Nicht nur kaufen diese oft auf einmal große Mengen mobiler Geräte, sondern ersetzen diese auch regelmäßig. Deswegen bietet Android Enterprise Modelle wie COBO, COPE und BYOD an, die eine saubere Datentrennung bieten und somit attraktiv für sicherheitsbewusste Unternehmen sind.

  • Kosteneffizienz und Individualität:
    Android Enterprise wird von Unternehmen meist über einen zertifizierten Reseller gekauft, oft im Paket mit Mobilfunktarifen. Hohe Abnahmemengen bedeuten bei Android oft auch einen besseren Preis. Auch ist es für Unternehmen einfacher, eine granularere Kostenstruktur aufzubauen: So können beispielsweise Mitarbeitende, die draußen im Gelände arbeiten, robuste Geräte erhalten und diejenigen im Büro Standardgeräte – alles von demselben Hersteller.

  • Große App-Auswahl:
    Android kooperiert mit Google und somit mit dem Google Play Store. Dieser bietet eine extrem große Auswahl an Apps. Jedoch erlauben es Android-Geräte auch, dass In-house-Apps und APKs von anderen Herstellern installiert werden. Viele Android-Apps erlauben zudem eine Konfiguration per MDM, um beispielsweise bestimmte URLs in Google zu blockieren.

Welche Nachteile haben Android-Geräte im Unternehmen?

  • Große Unterschiede und Fragmentierung:
    Die große Diversität kann auch ein Nachteil sein, da jeder Gerätehersteller das grundlegende Android-System modifiziert und teilweise stark verändert. Dadurch reagieren auch Schnittstellen zum MDM anders und es lässt sich nicht immer voraussagen, wie eine MDM-Richtlinie auf dem Gerät angewandt wird. Ärgerlich wird es für Unternehmen daher dann, wenn sie sich für einen Gerätetyp entscheiden, nur um dann im Nachhinein festzustellen, dass dieser mit MDM gar nicht funktioniert. Android bietet eine Liste an, um zu prüfen, welche Geräte Android Enterprise Recommended sind. Diese finden Sie hier.

     

  • Unterschiedliche Update-Policies:
    Die meisten Android-Anbieter bieten Betriebssystem-Updates zwischen 2 und 7 Jahre an, Sicherheitsupdates oft noch 2–3 Jahre mehr. Da auch das variiert, gilt es für Unternehmen, sich im Vorfeld zu informieren, wie der Gerätehersteller die gewünschten Geräte handhabt.

  • Verspätete Patches:
    Wenn Android einen Sicherheitspatch veröffentlicht, kann es dennoch einige Tage oder sogar Wochen dauern, bis alle anderen Anbieter diesen Patch auch ausrollen, da sie die Änderungen erst für ihr eigenes Betriebssystem anpassen und testen müssen.

  • Abweichung in der Hardware- und Softwarequalität:
    Für Hardware und Software gibt es keine einheitlichen Qualitätsstandards und nicht immer bedeutet ein höherer Preis auch eine bessere Qualität. Zudem kann die Qualität der Hardware auch von Modell zu Modell bei einem Anbieter variieren.

Das Apple-Ökosystem

Apple entwickelt für seine Geräte ein eigenes Betriebssystem, das sich grundlegend von Android unterscheidet. Da Apple zusätzlich auch die Hardware selbst entwickelt und herstellen lässt, greifen hier Hardware und Software nahtlos ineinander. So ist es kein Wunder, dass viele Nutzer*innen gern mit Apple-Geräten arbeiten, da sie sich hochwertig und durchdacht anfühlen.

Welche Vorteile bieten Apple-Geräte im Unternehmen?

  • Hohe Standardisierung und Einheitlichkeit:
    Da Apples Betriebssysteme für iPhones, iPads und MacBooks ein geschlossenes System sind, werden Updates und Patches gleichzeitig an verfügbare Geräte weltweit verteilt. Solange das Apple-Gerät Support erfährt, gibt es hier keine Unterschiede zwischen den Modellen.

  • Lange Supportlaufzeiten: Apple-Geräte erhalten standardmäßig zwischen 6 und 8 Jahre die neuesten Betriebssystem-Updates und oft noch Security-Patches für weitere 2 Jahre.

  • App-Qualitätskontrolle:
    Apple verfügt mit dem App Store über eine eigene Plattform, um Apps zu verteilen. Alle dort verfügbaren Apps müssen zuvor durch Apples Qualitätskontrolle. Dadurch minimiert sich das Risiko, dass nicht vertrauenswürdige Apps auf Geräten installiert werden.

  • Apple Business Manager (ABM):
    Apple bietet mit dem Apple Business Manager und dem Apple School Manager die ausgefeilteste Business-Plattform an, mit deren Hilfe Geräte zentral verschiedenen MDM-Servern zugewiesen werden können und mithilfe des Volume-Purchase-Programms (Apple VPP) Apps für das Unternehmen bereitgestellt werden können.

Welche Nachteile haben Apple-Geräte im Unternehmen?

  • Hohe Anschaffungskosten: Die Geräte und das Zubehör kosten deutlich mehr als bei Android-Geräten. Apple bietet zudem keine Vielfalt an unterschiedlichen Preisklassen an, da es nur einige wenige Gerätemodelle gibt. Auch Unternehmensdiscounts bei großer Abnahmemenge sucht man bei Apple vergebens.

  • Eingeschränkte MDM-Funktionen:
    Apple bietet weniger Schnittstellen (APIs) zu ihrem System an, weshalb die MDM-Funktionen, die sich auf Apple-Geräte anwenden lassen, begrenzt sind. Zwar kann man Apple-Geräte dennoch DSGVO-konform absichern, Unternehmen sollten sich jedoch bewusst sein, dass eventuell nicht alle ihre Wünsche 1:1 umsetzbar sind.

  • Abhängigkeit vom ABM:
    Ein Betrieb von iPhones oder iPads als Unternehmensgerät ist ohne ABM nicht möglich. Dadurch müssen Unternehmen immer diese Doppelstruktur nutzen und nicht nur den MDM-Account, sondern auch den Apple-Business-Account verwalten. Außerdem verlangt Apple, dass die Token zwischen ABM und MDM einmal jährlich erneuert werden. Dies bedeutet wiederum Mehraufwand. Nicht selten passiert es in Unternehmen auch, dass der Mitarbeitende, der ursprünglich den Apple Business-Account angelegt hatte, gar nicht mehr im Unternehmen ist und der Zugang zum ABM nicht mehr möglich ist.

MDM für Android und iOS: Welches System lässt sich besser verwalten?

Ob ein MDM besser mit Android- oder Apple-Geräten funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen gibt es MDMs, wie z. B. JAMF, die nur für Apple-Geräte konzipiert sind, andere, wie das Open-Source-MDM Headwind, die nur Android-Geräte verwalten, und MDMs, die beides können.
Gerade bei Android-Geräten kann man jedoch nicht pauschal sagen, dass bestimmte MDMs besser funktionieren oder nicht, da dies immer stark vom Gerätetyp abhängt. Bei Apple ist die Umsetzung der Standard-MDM-Funktionen im Gegensatz dazu immer gleich – egal ob iPhone 6 oder iPhone 7. Wenn es natürlich von einem Modell zum nächsten große Veränderungen bei bestimmten Funktionen gibt, muss das MDM hier natürlich erst einmal nachziehen. Für Unternehmen, die sich dazu entschieden haben, sowohl Android- als auch iOS-Geräte mit einem MDM zu betreuen, bietet sich ein MDM wie MobiVisor an, da hier beide Gerätetypen innerhalb einer Plattform betreut werden können. MobiVisor erhält somit die Übersichtlichkeit über die gesamte Geräteflotte.

Sie wollen noch mehr zum Thema „Android vs. iOS“ erfahren? Schauen Sie das gesamte Video auf unserem YouTube-Kanal!

Android-Geräte mit MobiVisor verwalten

MobiVisor bietet zahlreiche wichtige Android-Richtlinien an und unterstützt die Registrierung der Geräte als Company Owned – Business Only (COBO), Company Owned – Privately Enabled (COPE) und Bring Your Own Device (BYOD).

Für jeden dieser Einrichtungstypen stellt MobiVisor verschiedene Richtlinien und Funktionen zur Verfügung, wobei COBO-Geräte am umfangreichsten verwaltet werden können.

Einige wichtige Android-Funktionen von MobiVisor:

Remote-Support mit Remote-Lock und Wipe

Mit dieser Funktionen können im MDM registrierte Geräte aus der Ferne gelöscht werden, ohne dass sie dem Admin vorliegen müssen. 

KIOSK-Modus

Im KIOSK-Modus werden nur einige, ausgewählte Apps angezeigt, die vom Unternehmen vorgeschrieben werden. Der Mitarbeitende kann den KIOSK-Modus nicht verändern oder verlassen. 

App-Verteilung

Eine Hauptfunktion eines MDMs ist die zentrale Installation von Apps auf den Unternehmensgeräten — auch wenn diese nicht vor Ort sind. 

Konfiguration des Google Play Stores

Bei MobiVisor gibt es die Möglichkeit, den verfügbaren App-Store systemweit einzuschränken, so können Sie wählen zwischen: Whitelist, alle freigegeben und uneingeschränkt. 

Anruf-Blacklist

Per MDM können mithilfe einer Richtlinie Rufnummern direkt gesperrt werden, ohne dass der Mitarbeitende sich selbst darum kümmern muss. 

System-Update-Richtlinien

Per MDM können auf Android-Geräten Richtlinien für das Update der Geräte hinterlegt werden. 

Kann eine bestimmte Richtlinie oder eine Einstellung nicht direkt umgesetzt werden, weil beispielsweise die Schnittstelle vom Hersteller nicht oder nicht mehr geteilt wird, kann das gewünschte Ergebnis in MobiVisor trotzdem meist erreicht werden, indem ein Workaround – oder sogar eine eigene MobiVisor-Funktion – entwickelt wird.

iOS-Geräte mit MobiVisor verwalten

Da Apple das Betriebssystem so weit abgeschirmt gegen 3rd-Party-Software und somit gegen potenzielle Bedrohungen halten möchte, stellt Apple nur eine limitierte Anzahl an Schnittstellen zur Verfügung – was wiederum die Anzahl der MDM-Funktionen limitiert. Auch gibt es bei Apple-Geräten oft nicht die Chance, mit Workarounds zu arbeiten: Entweder eine Funktion funktioniert oder nicht. Das zeigt sich auch darin, dass Apps entweder verwaltet, also vom Unternehmen installiert und gemanagt, oder „nicht-verwaltet“ sein können. Die Möglichkeit, dieselbe App sowohl im privaten Profil als auch im geschäftlichen Profil zu nutzen, gibt es bei Apple nicht.

Einige wichtige Apple-Funktionen von MobiVisor:

DEP-Profile

Per MDM können Sie grundlegende Geräteeinstellungen  zeitsparend hinterlegen, z.B. ob bestimmte Set-Up Elemente übersprungen werden sollen oder ob die Kopplung mit anderen Geräten erlaubt werden soll. 

Startbildschirm-Layout

Mit dieser Funktion können Sie bei Apple-Geräten festlegen, wie der Startbildschirm aussehen soll und Apps z.B. nach deren Funktion gruppieren. 

AirPrint-Konfiguration

Dokumente oder Bilder, die ausgedruckt werden sollen können direkt an dafür freigegebene Drucker gesendet werden. 

Sperrbildschirm

iOS-Geräte können aus der Ferne gesperrt werden. In diesem Fall können Sie einen individuellen Text anzeigen lassen, der z.B. eine Rufnummer anzeigt, an die ein verlorenes Gerät zurückgegeben werden kann. 

Passwortrichtlinien

Um zu gewährleisten, dass die von den Nutzern vergebenen Passwörter den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens entsprechen, können Sie entsprechende Richtlinien vergeben. 

Webinhaltsfilter

Diese Einstellung sorgt dafür, dass bestimmte Webseiten nicht angezeigt werden können. 

Obwohl es auf den ersten Blick so wirken kann, als ob Apple nicht genügend einzelne MDM-Funktionen zur Verfügung stellt, um ein Gerät rundum abzusichern, ist dies nicht der Fall. Auch für iOS-Geräte stellt MobiVisor beispielsweise eine DSGVO-konforme Standardrichtlinie bereit, mit der die Geräte sicher sind.

Android und iOS gemeinsam verwalten: Wie funktioniert eine gemischte Geräteflotte?

Viele Unternehmen sind, was die Verteilung der mobilen Geräte angeht, flexibel und bleiben selten bei nur einem Gerätetyp. Ein Auslöser, um Geräte zu wechseln, ist zum Beispiel, wenn das bisherige Modell veraltet ist, für einen neuen Mitarbeitenden ein neues Gerät angeschafft werden soll oder wenn durch Verlust oder Schaden ein neues Gerät notwendig wird.
Auch der Preis spielt eine Rolle, denn mitunter ändert sich das Budget, das das Unternehmen für die Beschaffung mobiler Geräte zur Verfügung stellt, und es muss nach Alternativen geschaut werden.
Dementsprechend ist es selten, dass größere Unternehmen eine „sortenreine“ Geräteflotte haben, die zum Beispiel nur aus Samsung-Galaxy-Geräten besteht.

Wie einfach ist der Wechsel von Android zu iOS oder umgekehrt?

Wie einfach ist es also, von einem Gerätetyp zu einem anderen zu migrieren? Natürlich ist dies leichter, wenn man wie bei Samsung-Geräten einfach den Smart Switch aktivieren kann und Gerätedaten automatisch übertragen werden.
Wenn Daten von einem Gerät zum nächsten desselben Herstellers übertragen werden sollen, bieten die meisten Hersteller eine solche Möglichkeit an.

Für den Switch von Android-Gerät zu Apple-Gerät empfehlen wir zum Beispiel, dies ganz klassisch über eine USB-Übertragung zu lösen. Sie können aber auch die App „Auf iOS übertragen“ aus dem Google Play Store herunterladen. Wichtig ist, dass für die Datenübertragung beide Geräte eine Internetverbindung haben. Der Gerätewechsel verursacht innerhalb des MDMs keine technischen Probleme oder Datenverlust. Wird von Android zu Android gewechselt, reicht es aus, das neue Gerät auf den bisherigen Benutzer zu registrieren, damit dieser wieder alle Apps und Richtlinien erhält. Die Logins müssen in der Regel jedoch erneut erfolgen.
Wollen Sie einem bisherigen Android-Nutzer nun ein Apple-Gerät zur Verfügung stellen, müssen Sie zunächst alle Schritte zur Apple-DEP-Registrierung für dieses Gerät vornehmen. Zusätzlich müssen – wenn Sie diese nicht schon haben – noch die Richtlinien für Apple-Geräte im MDM angelegt werden.

So gehen Sie bei einem Gerätewechsel vor: 

  • Registrierung:
    Führen Sie alle Schritte zur Geräteregistrierung im MDM, z. B. MobiVisor MDM, durch und hinterlegen Sie Richtlinien und Apps.

  • Datentransfer: Sammeln Sie die alten Geräte ein und sichern Sie die Daten. Gerade bei Apps, die aus Datenschutzgründen die Daten nur auf dem Gerät speichern, ist dies besonders wichtig.

  • Zero-Touch-Auslieferung:
    Da Sicherheitsrichtlinien, E-Mail-Account-Konfigurationen und Apps Over-the-Air an das Gerät gesendet werden, muss der Mitarbeitende das Gerät nur einschalten und mit dem Internet verbinden, um die Einstellungen zu erhalten. Er muss sich nur noch bei den Apps einloggen und ein Gerätepasswort vergeben und kann loslegen!

Wenn Sie überlegen, eine gemischte Gerätestrategie aus Android- und Apple-Geräten in Ihrem Unternehmen umzusetzen, sollten Sie auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, dass Geräteanbieter unterschiedliche Herangehensweisen für den Einsatz im Unternehmen haben und sich dementsprechend auch anders verwalten lassen.

Fazit: Android oder iOS – welches System ist besser für Unternehmen?

Wenn Sie sich bei der Entscheidung, Android- oder iOS-Geräte in Ihre Unternehmensinfrastruktur zu integrieren, nur auf ein einziges Kriterium stützen, kann dies zu falschen Schlussfolgerungen führen. Es gibt eine Reihe von administrativen Faktoren sowie Vor- und Nachteile hinsichtlich der Hardware, die berücksichtigt werden müssen.
In der Entscheidungsphase sollten neben den Hardwarekosten auch die erwartete Lebensdauer der Geräte sowie die nationalen und internationalen (z. B. DSGVO) Datenschutzanforderungen berücksichtigt werden, die Ihr Unternehmen einhalten muss.
Eine absolute technische Überlegenheit lässt sich weder für Android noch für iOS feststellen. In einigen Branchen können jedoch spezielle Hardwareanforderungen bestehen, insbesondere für raue Einsatzbedingungen im Außendienst, auf Baustellen oder in Lagerhallen.
In solchen Fällen bietet das Android-Ökosystem deutlich mehr Optionen und Flexibilität, um das Modell zu finden, das für Ihr Budget und die jeweiligen Einsatzbedingungen am besten geeignet ist.

Sie sind sich nicht sicher, ob Android- oder iOS-Geräte zu Ihrem Unternehmen passen? Buchen Sie noch heute einen Termin mit einem unserer MobiVisor-Experten, um sich beraten zu lassen.

FAQ

Kann man Android- und iPhone-Geräte gleichzeitig mit einem MDM verwalten?

Ja. Dank seiner plattformübergreifenden Unterstützung ermöglicht Ihnen MobiVisor MDM, alle Ihre Android-, iOS-, macOS- und Windows-Geräte gleichzeitig und parallel über eine einzige zentrale Web-Konsole zu verwalten, unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem.

Android Enterprise ist die allgemeine Software-Infrastruktur zur unternehmensweiten Verwaltung von Android-Geräten. Apple Business Manager (ABM) ist die offizielle Cloud-Plattform von Apple, über die Geräte im Namen des Unternehmens registriert, eine Zero-Touch-Bereitstellung mit DEP durchgeführt und App-Store-Anwendungen in großen Mengen lizenziert werden können. Beide Systeme sind in MobiVisor integriert.

Durch Apples geschlossenes System ist es schwierig, eine App, die nicht im App Store (IPA-Datei) ist, zu installieren. Um dies umzusetzen, wird ein Apple-Developer-Account benötigt und eine ABM-Integration benötigt. Die Experten von MobiVisor können dies jedoch für Sie unkompliziert umsetzen.

Nutzt ein Mitarbeitender sein mobiles Gerät im Rahmen des sogenannten BYOD-Modells, muss er die MobiVisor-App aus dem Google Play Store herunterladen. In der Client-App muss der Profilmanager ausgewählt werden, damit MobiVisor ein zweites – völlig unabhängiges – Geschäftsprofil erstellen kann.
Unternehmensdaten bleiben in diesem Profil, während der Mitarbeitende sein privates Profil wie gewohnt verwenden kann. Das MDM hat darauf keinen Zugriff und kann vom Endnutzer auch wieder gelöscht werden.

In MobiVisor gibt es die Option, einen Remote-Wipe (Zurücksetzen)-Befehl zu senden, der das komplette Gerät zuverlässig löscht. Dieser Befehl existiert für iOS- und Android-Geräte gleichermaßen.

Saskia Riechers

Marketing & Customer Care Manager, IOTIQ

Saskia Riechers ist seit 2021 bei IOTIQ tätig und verantwortet als Head of Marketing die Marketingaktivitäten des Unternehmens. Neben der strategischen und operativen Marketingarbeit erstellt sie Tutorials und Inhalte rund um das MobiVisor-Produkt. Durch den direkten Austausch mit Kund unterstützt sie außerdem dabei, MobiVisor optimal im Arbeitsalltag einzusetzen und Lösungen für individuelle Anforderungen zu finden.

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